Spiel- und Sportfest anlässlich
der 850-Jahrfeier der Stadt Griesheim



Die Tischtennisabteilungen des SV St. Stephan Griesheim und des
TuS Griesheim starteten anlässlich der 850-Jahrfeier in gemeinsamer
Mission: Beim Spiel- und Sportfest am Sonntag, den 14. Juni 2015 boten
beide Vereine in einer Gemeinschaftsaktion in der Turnhalle der
Friedrich-Ebert-Schule allen Sportbegeisterten die Möglichkeit, ihr
Tischtennis-Sportabzeichen abzulegen.

Das Tischtennis-Sportabzeichen erfreut sich seit seiner Einführung im
Herbst 1993 außerordentlicher Beliebtheit. Kinder, Jugendliche und Erwachsene
können die sechs attraktiven Leistungsüberprüfungen, die jeder Altersklasse
und Spielstärke gerecht werden, absolvieren. Ein zusätzlicher Reiz: Der Deutsche
Olympische Sportbund (DOSB) hat das TT-Sportabzeichen als Teilleistung
„Koordination“ für das Deutsche Sportabzeichen anerkannt. Seit 2014 ist
das TT-Sportabzeichen auch in das Gesamtsystem des Deutschen
Sportabzeichens eingebunden.

Teilnahmeberechtigt waren alle Interessierten jeder Altersklasse - egal
ob man bereits im Verein spielt oder nicht.
Die Übungen waren knifflig, denn selbst einige Betreuer hatten Probleme,
die 3 Sterne auf Anhieb zu erreichen:
Nachdem Kerstin Rupp von der TuS beim ersten Ausprobieren der
Zielübung knapp die Zwei-Sterne-Marke verfehlte, war sie beim Probeaufbau
und morgens am Veranstaltungstag hochkonzentriert bei der Zielübung, um
wieder 8/8 Treffer zu erreichen. Auch die Bestwerte bei der Balanceübung waren
hart umkämpft: Hier musste sich Jonas Kammler, der Tischtennis-Jugendleiter
vom SVS zähneknirschend einer Nachwuchsspielerin vom TuS geschlagen geben - bei
der Effetübung hatte er wiederum insgesamt knapp die Nase vorn. Bei der
Platzierungsübung war es ausgeglichen und die Geschicklichkeitsübung war für
die 'alten Hasen' dann doch eher zu einfach.

Hier noch einmal die Übungen im Überblick:
Kontrollübung bzw. Geschicklichkeitsübung:
Hier musste der Ball auf dem Schläger ohne Unterbrechung tippen (nur auf
einer Seite bzw. im Wechsel auf beiden Seiten) - für diese Übungen hatte
man jeweils drei Versuche und 3 Sterne gab es ab 50 bzw. 20 Mal tippen.
Während einige kleinere Kinder doch eher quietschend hinter den Bällen
herliefen, gab es auch einige Kinder, die sich mehrmals an dieser Übung
versuchten und mit dem Ziel 'nächste Stern Stufe' im Auge übten und am Ende
natürlich auch für ihren Fleiß belohnt wurden.

Zielübung:
Hier musste mit dem Schläger der Ball achtmal in einen 3 m entfernten Kasten
(L x B x T = 70cm x 40cm x 50cm) entweder direkt oder mit einmaliger
Bodenberührung geschlagen werden. 3 Sterne wurden ab 6 Treffern erreicht, wobei
einer der Teilnehmer sagenhafte 8 Treffer erreichte und daraufhin seine Frau
nach ihrer Wertung von nur 5 Treffern so lange an dieser Station blieb, bis sie
mit ihrem Mann, zumindest Sterne bezogen, mit 7 Treffern gleich ziehen konnte.

Effetübung:
Der Ball musste mit dem Schläger so weggeschlagen werden, dass er nach dem
Bodenkontakt zum Spieler zurückrollt. Innerhalb von 3 Versuchen musste man den
Ball mindestens 3 Meter zurückrollen lassen, um 3 Sterne zu bekommen. Die
Schwierigkeit bestand darin, dass bei dieser Übung nur die korrekte Technik
zählte, die in diesem Fall doch eher wenig mit dem Tischtennis am Steintisch zu
tun hat. Allerdings war auch hier sehr schön zu sehen, dass auch ein paar Kinder,
die noch nie im Verein Tischtennis gespielt hatten, trotzdem die 3-Sterne-Marke
knacken konnten (natürlich nach geduldiger Erklärung und Vorführung der Betreuer).

Balanceübung:
Der Ball muss auf den Schläger gelegt werden (nicht festhalten) und 5 Stangen mit
je 1 m Abstand mussten umlaufen werden. Beim 1. oder 2. Versuch musste man für
3 Sterne die 10 Sekunden-Marke unterbieten. Gerade für die kleineren Kinder war
das Balancieren des Balles auf dem Schläger schon ein großes Hindernis, das aber
auch mit Übung von vielen Teilnehmern überwunden werden konnte, deswegen wurde
alleine das Erreichen des Ziels groß gefeiert. Auch hier gab es natürlich Wettkämpfe
zwischen Vätern und Söhnen, den im Schnitt die Söhne knapp für sich entscheiden konnten.

Platzierungsübung:
Hier mussten 12 Aufschläge hinter der Grundlinie auf farblich gekennzeichnete Felder
(DIN A3 Kartons) platziert werden - 3 Sterne konnte man mit 8 oder mehr Treffern
erreichen. Bei dieser Übung trennte sich schnell die Spreu vom Weizen, denn wer bei
jedem Versuch das Ziel wechselte, erreichte deutlich weniger Treffer, als diejenigen
Teilnehmer, die sich für eine Taktik entschieden und diese bei jedem Versuch verfeinerten.

Von ca. 10.30 - 17 Uhr konnten die Besucher die Prüfungen ablegen, Schläger wurden
gestellt (einige Teilnehmer hatten ihren eigenen Schläger dabei) und für die Durchführung
standen ausreichend Helfer bereit, die gegen Ende der Veranstaltung dann auch die
Möglichkeit hatten, die Bestmarken zu knacken Jeder Teilnehmer erhielt einen eigenen
Laufzettel, den er an den jeweiligen Stationen dem dort stehenden Helfer zwecks Eintragung
des erreichten Ergebnisses übergab.

Je nach erreichter Anzahl erhielt man bei jeder Übung einen, zwei oder drei Sterne oder
auch gar keinen Stern - das Erreichen von einem Zwei- und Dreisterne-Abzeichen wird
übrigens als Teilleistung „Koordination“ für das Deutsche Sportabzeichen anerkannt.
Nach Abschluss der Übungen erhielt man seine Urkunde mit dem Vermerk der erreichten
Sterne - viele kleinere Kinder durften sich zumindest über eine Teilnahmeurkunde freuen.
Insgesamt fanden sich trotz des heißen Sommerwetters und der reichlichen, zusätzlich
anlässlich der 850-Jahrfeier stattfindenden Feierlichkeiten, 62 Teilnehmer -
21 Erwachsene und 41 Kinder und Jugendliche ein. Auch wurden mehrere Male die 3 Sterne
erreicht.

Bei unserer internen Wette zur Teilnehmerprognose gewann übrigens Melanie Singler, die
Abteilungsleiterin vom TuS, mit geratenen 60 Teilnehmern.

Wir danken all unseren Helfern vom SV St. Stephan Griesheim und TuS Griesheim und
natürlich allen Teilnehmern für die gelungene Veranstaltung.
(Text: Jonas Kammler, Kerstin Rupp)


Hier ein paar Fotos von der Veranstaltung::